Stachelnasen-Statistik

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Was Zahlen erzählen können

Hinter jeder Stachelnase steckt eine Geschichte und hinter vielen Geschichten steckt Statistik.
Hier finden Sie Zahlen, Fakten und Trends rund um unsere Igelaufnahmen. 

Jahr für Jahr werden zahlreiche Igel in unsere Obhut gebracht, jeder einzelne mit seinem eigenen Schicksal. Diese Seite jedoch rückt das große Ganze in den Fokus: die Daten hinter unserer ehrenamtlichen Arbeit. 

Die Auswertungen basieren auf unserer internen Igeldatenbank. Sie zeigen Entwicklungen sowie regionale Besonderheiten und unterstützen uns dabei, unsere Hilfe besser zu planen und transparent zu gestalten.

Entwicklung der Igelaufnahmen seit 2022

Die Zahl der aufgenommenen Igel ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen: Von 479 Aufnahmen im Jahr 2023 auf 746 in 2024 und 760 im Jahr 2025. Das Jahr 2022 ist in der Darstellung enthalten, stellt jedoch nur ein Teiljahr dar und dient deswegen nur als eingeschränkter Vergleichswert.

Igel Statistik - Aufnahmen pro Jahr und Monat

Besonders auffällig ist die Konzentration der Aufnahmen zwischen August und Oktober. Der September sticht dabei jedes Jahr als Spitzenmonat hervor. Diese Entwicklung verdeutlicht nicht nur den hohen Bedarf an Igelhilfe in dieser Zeit, sondern auch, wie wichtig eine vorausschauende Kapazitätsplanung für uns geworden ist.

Trivia: Die Top 3 der „igelreichsten“ Fundtage im Jahr 

2025

  • 27. September
    18 Aufnahmen
  • 24. und 25. August
    je 14 Aufnahmen
  • 5. September
    13 Aufnahmen 

2024

  • 2. September
    12 Aufnahmen
  • 17. und 23. September
    je 11 Aufnahmen
  • 18. September
    10 Aufnahmen 

2023

  • 4., 15. und 26. September
    je 10 Aufnahmen
  • 25. August, 3. September und 11. Oktober
    je 8 Aufnahmen
  • 20. August, 2. Oktober, 5. Oktober und 14. September
    je 7 Aufnahmen 

2022

  • 24. September
    15 Aufnahmen
  • 2. September
    12 Aufnahmen
  • 7. September
    10 Aufnahmen 

Fazit: Die Spitzentage liegen fast ausschließlich zwischen Ende August und Ende September. Der 27. September 2025 stellt dabei den bisherigen Rekord dar.

Regionale Verteilung der Igelfunde

Die meisten Fundmeldungen kommen aus dem Landkreis Zwickau. Neben der geografischen Läge unseres Vereins trägt dazu vor allem die dortige Infrastruktur bei: Drei intensiv arbeitende Pflegestellen sind hier aktiv.

Auf Platz zwei folgt Chemnitz mit konstant hohen Zahlen, obwohl dort nur unsere Angela als Intensivpflegestelle ansässig ist.

Auch aus Mittelsachsen und dem Vogtland erreichen uns zunehmend mehr Fundmeldungen. Unsere Igelhilfe wird also über die Kernregion hinaus sichtbar.

Fundorte wie das Erzgebirge, Greiz oder das Altenburger Land bringen regelmäßig kleinere Fallzahlen.

Für das Jahr 2022 erfolgte noch keine strukturierte Datenerfassung, weshalb viele Fundorte nicht mehr bekannt sind.

Igel Statistik - Fundorte

Insgesamt zeigt die Auswertung eine klare räumliche Konzentration der Fundorte im südwestlichen Sachsen, wobei sich die Reichweite unserer Igelhilfe sukzessive über die Region hinaus erweitert. 

Trivia: Die weitesten Anreisen 

2025

Im Jahr 2025 kam Teddy aus Eisenberg im Saale-Holzland-Kreis zu uns – mit rund 60 Kilometern Entfernung eine der weiteren Anreisen des Jahres.
Aufgenommen wurde er von Claudia in Werdau

2024

Den Rekord hält bisher Hermine, die 2024 in Cottbus gefunden wurde – etwa 173 Kilometer entfernt von ihrem Zielort.
Sie wurde in die Obhut von Yvette in Chemnitz übergeben. 

2023

2023 reiste Jule aus Dresden an. Mit etwa 94 Kilometern Wegstrecke gehört sie zu den Langstrecken-Stachelnasen.
Aufgenommen wurde sie bei Kristin in Werdau

2022

Auch wenn 2022 nur anteilig erfasst wurde, führte Susi aus Ehrenfriedersdorf (Erzgebirgskreis) mit rund 39 Kilometern Entfernung die Liste an.
Zu wem genau sie gebracht wurde, lässt sich heute leider nicht mehr nachvollziehen, da die strukturierte Datenerfassung erst ab 2023 begann. 

Verteilung der Igelaufnahmen im Verein

An der Spitze stehen unsere vier Intensivpflegerinnen, die über Jahre hinweg konstant hohe Zahlen verzeichnen: unsere Sandra, Angela, Kristin und Claudia übernehmen gemeinsam den Löwenanteil der Erstversorgungen. Sie bilden das stabile Rückgrat unserer Igelhilfe.

In der Region Zwickau sind mehrere dieser intensiv arbeitenden Pflegestellen aktiv. In Chemnitz hingegen ruht die Erstversorgung nahezu allein auf den Schultern von unserer Angela.

Igel Statistik - Igelaufnahmen

Die Statistik zeigt eindrucksvoll, wie sich die Igelaufnahmen in unserem Verein auf unterschiedliche Pflegestellen verteilen. Die großen Unterschieden lassen sich durch Region, Kapazität und Erfahrung erklären.

Ergebnisse der Pflegemaßnahmen

Die Quote erfolgreicher Auswilderungen ist beeindruckend: 2023 lag sie bei rund zwei Dritteln, 2024 sogar noch höher, wenn man auch die extern betreuten Tiere mitrechnet. Auch 2025 setzt sich dieser positive Trend fort: Insgesamt konnten 550 Igel eine erfolgreiche Rückkehr in die Natur antreten – das entspricht 72,4 % aller aufgenommenen Tiere. 

Igel Statistik Status 2024
Igel Statistik Status 2023
Igel Statistik Status 2022

Jahr für Jahr gelingt es uns, zahlreichen Igeln eine echte zweite Chance auf ein Leben in Freiheit zu geben. 🍀 Möglich wird das nur durch das unermüdliche Engagement unserer ehrenamtlichen Pflegerinnen und Pfleger. Unterstützt werden sie dabei von vielen helfenden Händen im Verein und in den externen Päppel- und Überwinterungsstellen.

Igel mit Schnittverletzungen

Immer mehr Igel werden mit schweren Schnittwunden zu uns gebracht. Sie stammen meist von Mährobotern, Rasentrimmern oder anderen elektrischen Gartengeräten. Die Folgen sind dramatisch. Über 60 Prozent der betroffenen Tiere sterben trotz intensiver Versorgung oder müssen erlöst werden.

Igel Statistik - Schnittverletzungen

Im Dezember 2025 wurde im Zwickauer Kreistag ein Antrag auf ein nächtliches Fahrverbot für Mähroboter abgelehnt. Genau aus diesem Grund erfassen wir solche Fälle systematisch. Die Politik soll sich künftig nicht mehr damit herausreden können, es gäbe keine Zahlen. Denn das Problem ist sichtbar und es ist vermeidbar.